Spitzwegerich – König der Heilpflanzen ⚕️

Der Spitzwegerich ist weit verbreitet und mindestens genauso bekannt. Ursprünglich stammt diese antike Heilpflanze aus Europa, mittlerweile findet man sie auf der ganzen Welt. Es gibt unzählige Namen für den Spitzwegerich (Plantago lanceolata L.), wie Schafszunge, Schlangenzuge, Lungenblattl, Spießkraut oder Heilwegerich und noch viele mehr. Manche von den umgangssprachlichen Namen deuten schon auf die spezielle Wirkung dieser Pflanze hin. Aufgrund der vielen, ineinandergreifen Inhaltsstoffen wird der Spitzwegerich heute noch bei unterschiedlichsten Krankheiten und Verletzungen eingesetzt.

Gastbeitrag

Vorweg mal ein herzliches Hallo!

Ich bin Johanna Mühlberger aus Weistrach im Mostviertel und hab für euch hier diesen Gastbeitrag mit all meinem Wissen und Erfahrungen verfasst!

Johanna arbeitet momentan an einem Blogprojekt auf das wir sobald es verfügbar ist verlinken werden! 😉

Durch den Beitrag “Tipps bei Insektenstichen – einfache Hausmittel für unterwegs ⛑️” haben sich Christoph und Johanna kennengelernt. Die besonderen Eigenschaften des Spitzwegerich und seine breites Anwendungsspektrum haben es Johanna angetan und diese wird sie uns mit zahlreichen Fakten, Beispiel und Rezepten näher bringen!

Jetzt freuen wir freuen uns auf den Beitrag von Johanna, ich hoffe ihr auch 🙂

Beitragsübersicht

Pflanzenkunde

Heilwirkung

Äußere Anwendung

Innere Anwendung

Äußere & Innere Anwendung

Hexenweisheit & Top Rezept der Kräuterhexe

Konklusion & Diskussion

Diese Wegerichpflanze ist unter anderem reich an Vitamin B und Vitamin C und dient somit im Körper als Radikalfänger, ist immunstärkend und stoffwechselfördernd. Außerdem hat die Pflanze Inhaltsstoffe wie Kieselsäure (> 1%), Zink, und Kalium. Alle diese Inhaltsstoffe sind maßgeblich an der Wundheilung beteiligt und unterstützen die Erneuerung der Haut, das Wachstum der Haare und Nägel und stärken außerdem die Knochen. 

Pflanzenkunde – Spitzwegerich

Was ist drin im Spitzwegerich?

Der Spitzwegerich enthält überdies unterschiedliche Schleimstoffe (2-6 %), Gerbstoffe und Bitterstoffe. Diese enthaltenen, reizlindernden Schleimstoffe, in Kombination mit der entzündungshemmenden Wirkung der Gerbstoffe, ermöglichen es gleichzeitig die Hustenrate zu senken, ohne das Abhusten des Schleims zu verhindern.

Vorsicht! Die Inhaltsstoffe haben eine so große Wirkung auf den menschlichen und auch tierischen Organismus, dass der Spitzwegerich auf der Dopingliste bei Pferdeturnieren steht. Bitte beachte diese Information bei jeglicher Einnahme oder Verwendung dieser Pflanze!

Teste bitte außerdem Deine persönliche Verträglichkeit mit wenig Spitzwegerich-Pflanzensaft an einer kleinen, eher unempfindlichen Stelle Ihres Körpers und warte ab, ob auch nur die kleinste allergische Reaktion auftritt (Rötung, Schwellung, Bläschenbildung, Juckreiz usw.). Sollte dies der Fall sein, wende den Spitzwegerich niemals innerlich an. Auch von der äußerlich Anwendung ist bei allergischen Reaktionen absolut abzuraten!

Wie schaut der aus, der Spitzwegerich?

Beim Spitzwegerich handelt es sich um eine eher unauffällige Pflanze, welche jedoch ziemlich leicht zu erkennen ist. Eine Verwechslung kann meist nur mit seinen nahen Verwandten, dem Breitwegerich und dem mittleren Wegerich, passieren. Und selbst wenn, ist diese Täuschung ziemlich ungefährlich, da alle Wegericharten genießbar sind.

Die bis zu 25 cm langen, längsgeäderten Blätter des Spitzwegerichs sind bodennah, rosettenartig angeordnet.

Aus deren Mitte entspringt der bis zu 40 cm lange, feste Stängel, welcher eine unscheinbare, braune Knospe mit kleinen, weißen Blüten trägt.

Alle Teile der Schafszunge sind genießbar.

Die Blätter können im Salat serviert, die Wurzeln als Gemüse gedünstet und die Knospen können als Topping gebraten werden. Es gibt noch unzählige weitere Möglichkeiten, den Spitzwegerich zu genießen. Einzig der Stängel wird nicht so gerne verzehrt, da dieser sehr fasserreich ist.

Der Geschmack des Spitzwegerichs erinnert an Pilze, das Aroma ist am stärksten in den Knospen und entfaltet sich am besten, wenn diese einige Zeit gedünstet werden. Auch roh kann man ihn zum Beispiel als Salat genießen und gleichzeitig von seinen tollen Inhaltsstoffen profitieren.

Heilwirkung – Spitzwegerich

Welche Heilwirkung wird dem Spitzwegerich zugesprochen?

Äußere Anwendung Spitzwegerich

Abhilfe bei Insektenstichen – Schwellungen – kleineren Wunden

Der Spitzwegerich ist vermutlich vor allem für seine juckreizstillende und entzündungshemmende Wirkung bekannt. Zum Beispiel das schnelle Wiesenpflaster wird auch heute noch vielerorts als Erste-Hilfe-Maßnahme angewendet.

Spitzwegerich-Pflaster (Wiesenpflaster)

Die einfachste und gleichzeitig schnellste Möglichkeit, ein Wiesenpflaster bei kleineren Wunden oder Stichen anzubringen, geht wie folgt:

Am besten werden junge Blätter des Spitzwegerichs gesammelt und zwischen den Fingern zerrieben. Solltest du keine jungen Blätter finden, kannst du auch größere Blätter sammeln. Diese musst du vermutlich zerkauen, damit die Säfte austreten. Der Brei mit dem Pflanzensaft wird auf die betroffene Stelle aufgetragen und mit weiteren (größeren) Spitzwegerichblättern abgedeckt. Zur Befestigung kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen, die Blütenstängel des Spitzwegerichs eignen sich beispielsweise gut zum Festbinden um den Finger.


Innere Anwendung

Unterstützung bei Erkrankungen der Atemwege

Der Spitzwegerich für seine reizhemmende Wirkung bei Husten und Erkrankungen der oberen Atemwege weitestgehend bekannt. Die Anwendungsmöglichkeiten sind umfangreich und es gibt unzählige, althergebrachte Rezepte für die Herstellung von unterschiedlichsten Arzneien. Die einfachste Möglichkeit, sich die Wirkung bei Husten zu Nutze zu machen, ist die Zubereitung von Tee. Die Blätter der Pflanze müssen zuvor gesammelt, getrocknet und zerkleinert werden. Haltbar sind die getrockneten Pflanzenteile mindestens 1 Jahr, danach kann es sein, dass die benötigte Heilwirkung nicht mehr gegeben ist.

Spitzwegerich-Tee (innerliche Anwendung)

Der Tee aus dem Spitzwegerich kann, bei Verkühlungen, Grippe oder Ähnlichem, den Körper sehr gut durch die bereits genannten Inhaltsstoffe unterstützen. Idealerweise sollten 3-4 Tassen über den Erkältungszeitraum hinweg zu sich genommen werden. 

Zubereitung für 1 Tasse:

1-2 Teelöffel mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen, danach abseihen und noch warm trinken.

Spitzwegerich-Sirup

Ein sehr bekanntes, althergebrachtes Rezept ist die Zubereitung von Sirup-Auszügen aus verschiedensten Kräutern. Der Spitzwegerichsirup wird vor allem zum Stillen des Hustenreizes eingenommen und wirkt zusätzlich schleimlösend. Die Dosierung für einen Erwachsenen liegt bei max. 3 Mal täglich jeweils 1 EL des Sirups. Bei Kindern liegt das Maximum bei 3 Mal täglich jeweils 1 TL. 

Foto von Karolina Grabowska von Pexels

Die simpelste Vorgehensweise ist, die Spitzwegerichblätter abwechselnd mit Kristallzucker in einem Glas zu schichten. Das Gemisch wird dann für 12 Wochen an einen kühlen, dunklen Ort gestellt und in Ruhe gelassen. Die Überbringung lehrt uns eigentlich, das Gefäß für diese Zeit 50 cm tief im Boden zu vergraben, aber es geht auch so. Danach wird der Sirup abgeseiht und in ein geeignetes Gefäß gefüllt. Die benötigte Menge richtet sich nach der Größe des Gefäßes, dieses soll fast gänzlich gefüllt werden.

Äußere & Innerliche Anwendung als Entzündungshemmer 

Außerdem kann der Heilwegerich Abhilfe bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum schaffen. Die antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung können wir uns in Form einer Tinktur zum Gurgeln zunutze machen. Die Tinktur wird auf Basis von Wasser angesetzt und ist daher auch für die Anwendung bei Kindern und Tieren geeignet. Diese Tinktur kann sowohl innerlich als auch äußerlich eingesetzt werden. Innerlich kann es, wie schon erwähnt, zum Gurgeln, aber auch zur Einnahme bei Entzündungen im Körperinneren verwendet werden. Äußerlich kommt die Tinktur bei Insektenstichen, Schwellungen, Hautunreinheiten, Blutergüssen, Gicht, Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen, Furunkel und vielem mehr zum Einsatz.

Rezepte für Spitzwegerich-Tinkturen auf Wasserbasis

Es gibt zwei, mir bekannte, Arten eine Tinktur auf Basis von Wasser anzusetzen. Beide Varianten sind sehr einfach selbst herzustellen. Es wird einmal eine Sole-Basis, also eine Salzwasserbasis, verwendet und einmal wird Natron beigemischt. Für die Weiterverwendung zum Gurgeln sollten die Tinkturen verdünnt werden (1 TL Spitzwegerichtinktur auf 50 ml Wasser). Zur äußerlichen Anwendung können die Auszüge auch pur verwendet werden. 

Rezept 1: Sole (Salzwasser)-Tinktur mit Spitzwegerich

Diese Art von Tinkturen sind eigentlich “ewig” haltbar, durch die darin enthaltene 26%-ige Sole. Diese Kombination aus dem vollständig gesättigtem Salzwasser, welches sich alleine schon unendliche Einsatzgebiete eignet, mit der starken, heilenden Wirkung vom Spitzwegerich, verspricht so einiges.

Zubereitung beliebige Menge der Tinktur:

Für die Herstellung einer sogenannten Sole benötigst du lediglich hochwertiges Salz, jeglicher Art, und sauberes Wasser. Dazu füllen du in ein beliebiges, verschließbares Gefäß bis 4/5 voll mit Wasser und gibst mindestens ein Viertel der Wassermenge vom Salz hinzu. Das Salz kann auch in ganzen Stücken ins Wasser gelegt werden. Das Wasser nimmt so viel Salz auf, bis es damit gesättigt ist. Die Sättigung liegt bei ca. 26% Salzanteil.

Tipp: Besser zu viel Salz in das Wasser geben, als zu wenig! 😉 Nach 2-3 Tagen ist die Sole bereit zur Weiterverarbeitung, also bei ausreichender Zugabe von Salz, ist das Wasser nach dieser Zeit gesättigt.

Die Zubereitung der fertigen Spitzwegerichtinktur ist sehr simpel. Die Spitzwegerichblätter werden fein gehackt und in ein verschließbares Glasgefäß gefüllt. Die Menge richtet sich nach der Größe des ausgewählten Behältnisses. Befülle das Glas zu ungefähr 4/5 mit den gehackten Blättern und gieße die fertige Sole darüber bis knapp unter den Rand. Für die Stehzeit ist es ratsam, das Gefäß mit einem Tuch abzudecken und nicht zu verschließen.

Die Tinktur muss jetzt 3-4 Wochen, bei Zimmertemperatur ohne direktem Sonnenlicht, ziehen. Damit die angesetzte Tinktur nicht kippt, soll jeden Tag gut umgerührt werden. Nach Ablauf der Zeit, wird die fertige Tinktur durch ein feines Sieb gefiltert und in kleine Fläschchen (oder Ähnliches) zur einfachen Entnahme abgefüllt.

Rezept 2: Wasser-Natron-Tinktur mit Spitzwegerich

Für die Zubereitung von dieser Variante einer Tinktur geht’s du genau gleich vor, wie oben bei der Sole-Tinktur beschrieben.

Zutaten für den Ansatz der Tinktur:

  • 25 g Natron,
  • 25 g Spitzwegerich und
  • 100 ml Wasser

Die genannten Zutaten werden gut miteinander verrührt und danach auch abgedeckt zum Ziehen stehen gelassen. Das Umrühren ist auch hier von großer Bedeutung. Es ist darauf zu achten, dass immer ein wenig Natron am Boden zu sehen ist. Auch hier muss das Wasser damit gesättigt sein. Alle weiteren Schritte gleichen dem Vorgang oben.

Hexenweisheit zum Spitzwegerich & Top Rezept der Kräuterhexe

Alle bisher erwähnten Wirkungen und Einsatzgebiete sind auch althergebracht und wurden über viele Generationen weitererzählt und -verbreitet. Es gibt nur sehr wenige moderne Studien, welche die Heilwirkungen des Spitzwegerichs belegen, dennoch ist seine Wirkung unumstritten.

Eine weitere Anwendungsmöglichkeit stellt eine Blutreinigungskur dar. Es handelt sich bei dieser Anwendung um eine Mischung aus Aberglauben, Leben nach dem Mond und der tatsächlichen Kraft der Pflanze, welche die Reinigung erbringen soll.

Blutreinigungskur mit Spitzwegerich

Es geht ganz einfach und es kann vor allem keine negativen Auswirkungen haben, ausgenommen eine eventuelle allergische Reaktion. 

Zur Blutreinigung mithilfe von Spitzwegerich, wird am 1. Mai ein Blatt Spitzwegerich gegessen, am 2. Mai zwei Blätter, am 3. drei usw. bis zum 15. des Monats. Danach wird die Menge wieder Blatt für Blatt reduziert bis wieder herunter gezählt wurde auf 0, also am Tag 30.

“Es geht vermutlich auch in jedem anderen Monat bzw. zu jedem anderen Zeitpunkt, diese Methode entspricht eben der überlieferten Geschichte.”

Die Spitzwegerichsalbe – das ultimative Hausmittel

Zu guter Letzt möchte ich euch noch die komfortabelste Anwendungsmöglichkeit vorstellen, welche auch ganz einfach selbst herzustellen ist. 

Mein derzeitiger, persönlicher Favorit: Spitzwegerichsalbe mit Kokosöl und Bienenwachs

Tipp: Egal welche Beschwerden mich im Alltag begleiten, die Spitzwegerichsalbe nehme ich für fast alles. Sei es, wenn ich schmerzhafte, entzündete Pickel im Gesicht bekomme, ob ich mich verbrenne, mich ein Insekt sticht oder ob ich mir einen blauen Fleck geholt habe.

Auch bei Nesselausschlägen oder Allergiesymptomen kann die Creme Unterstützung bieten. Sobald ich die Salbe aufgetragen habe, merke ich eine sofortige Besserung der Symptome. Die Haut beruhigt sich, der Juckreiz verschwindet, der Schmerz wird weniger, Blutungen werden gestillt und Schwellungen gehen zurück.

Vorteil: Der ultimative Vorteil dieser Salbe auf Basis von Kokosöl liegt darin, dass dieses Insekten und Co von Natur aus auf Abstand hält. Die Salbe kann also auch zur Vorbeugung von Stichen eingesetzt werden.

Zur Herstellung benötigst du nur wenige Zutaten, Utensilien und ein bisschen Zeit.

Zutaten:

  • 1 gute Hand voll Spitzwegerich, frisch und trocken gepflückt (kann auch gewaschen werden, muss aber danach vollständig trocken sein) oder bereits getrockneten Spitzwegerich
  • 50 ml Kokosöl
  • 7-10 g Bienenwachs

Die Mengenangaben können nach Belieben vervielfacht werden.

Utensilien:

  • 1 Schüssel aus Keramik oder Glas (groß genug für den gewünschten Inhalt)
  • 1 Kochtopf für das Wasserbad (groß genug für die Schüssel)
  • 1 Schraubglas zum Abfüllen der Salbe (oder so Lippenpflege-Sticks zum Befüllen)
  • 1 Nylonstrumpfhose oder 1 feines Kunststoffsieb
  • 1 Stäbchen aus Holz oder Ähnliches

Achtung: KEINE Utensilien aus Metall bei der Herstellung der Salbe. Wenn die Salbe in Berührung mit Metall kommt, nimmt sie die darin enthaltenen Stoffe auf. Dies möchten wir natürlich vermeiden. 😉

Zeitdauer:

  • 10 Minuten zum Pflücken
  • 30 Minuten zur Herstellung des Ölauszugs
  • mindestens 24 Stunden Ruhezeit für den Ölauszug (geht auch länger)
  • 30 Minuten zur Fertigstellung

Schritt für Schritt Anleitung zu deiner Spitzwegerichsalbe

Schritt 1: Am ersten Tag pflückst du die Spitzwegerichblätter ganz frisch. Danach wird der Spitzwegerich von Hand verlesen und gesäubert. Das Waschen der Blätter ist nicht unbedingt notwendig, wenn du es trotzdem machst, achte darauf, dass die Blätter danach wieder komplett trocken sind vor der Weiterverarbeitung. Auch getrocknete Blätter können verwendet werden.

Schritt 2: Die Spitzwegerichblätter werden fein geschnitten und in die Schüssel gegeben. Je kleiner der Spitzwegerich geschnitten wird, desto mehr Fläche steht für den Auszug zur Verfügung. Das heißt, innerhalb der gleichen Zeit können bei kleineren Stücken mehr Stoffe aus der Pflanze transportiert werden. Bitte beachte jedoch, dass der Auszug gesiebt werden muss, je kleiner die Pflanzenteile, desto feiner muss dein Sieb sein.

Schritt 3: Zum Spitzwegerich wird nun das Öl hinzugefügt und die Schüssel wird in einem Wasserbad erwärmt. Unter ständigem Rühren wird das Öl komplett flüssig und es muss den Spitzwegerich komplett bedecken. Sollte der Spitzwegerich herausschauen füge unbedingt noch etwas Öl hinzu.

Schritt 4: Der warme Ölauszug muss jetzt wieder abkühlen und wird dann zugedeckt an einem kühleren Ort (oder auch im Kühlschrank) mindestens 24 Stunden gelagert. Nach 24 Stunden hat das Öl die meisten Inhaltsstoffe aufgenommen und kann zu einer Salbe verarbeitet werden. Du kannst den Auszug auch noch länger stehen lassen, die Haltbarkeit ist sehr lange aufgrund des Öls. 

Schritt 5: Nach dem Ziehen wird der Ölauszug abermals erwärmt und abgesiebt. Der Ölauszug ohne den Pflanzenteilen wird wieder in das Wasserbad gestellt und mit dem Bienenwachs verfestigt. Je mehr Bienenwachs du hinzugibst, desto fester wird die fertige Salbe. Zum Testen kannst du einen Tropfen der Salbe auf einem Teller auskühlen lassen. Im ausgekühlten Zustand kannst du die Konsistenz beurteilen. Je nach Bedarf kannst du dann noch Bienenwachs oder Öl hinzufügen. Die Salbe muss dann noch in (vorher sterilisierte) Tiegel abgefüllt werden und fertig ist deine eigene selbstgemachte Creme!

Tipp: Der Wasserstand des Wasserbads muss mindestens dem Füllstand des Inhalts der Schüssel entsprechen. Ansonsten schmilzt das Bienenwachs nur sehr langsam oder garnicht.

Konklusion & Diskussion 🙂

So und jetzt viel Spaß mit deinen neu dazu gewonnenen Informationen und ich hoffe, dieser Beitrag war hilfreich für dich! Ich freue mich, wenn ich jemanden die Welt der Heilpflanzen ein wenig näher bringen konnte. Die moderne Medizin stützt sich auch im Ursprung auf die Natur und wir sollten sie auch für uns nutzen. Im Gegenzug sollten wir Rücksicht auf unseren Lebensraum nehmen und allen Tiergattungen, Pflanzenarten usw. auf dem Planeten Erde ein Plätzchen bieten. Denn nur als großes Ganzes funktioniert das Leben auf dieser Welt. 

Vielen Dank fürs Lesen und ich wünsche dir eine schöne Zeit auf diesem wunderbaren Planeten!

Eure Johanna

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