Wildbienen – Das solltest du wissen14 min lesedauer

In Österreich leben an die 700 bekannte Arten der Wildbienen. Wildbienen sind verwandt mit unseren Honigbienen die wir Imker betreuen, aber die Unterschiede sind gravierend! Wir haben uns in diesem umfangreichen Beitrag der Aufklärung über die Wildbiene und Unterschiede zur Honigbiene verschrieben. Wir stellen euch einige Wildbienen im Detail vor und zeigen euch wie man Insektenhotels bastelt oder wo man sie kauft, und wie zeigen euch wie man eine Blumenwiese als Nahrungsquelle für die Wildbienen anlegt.

Inhaltsverzeichnis

Unterschiede Wildbiene vs. HonigbieneWildbienen im DetailWildbienenhotelsBlumenwiesen als Lebensraum

Unterschiede Wildbiene vs. Honigbiene:

  • Honigbiene gründet Staaten mit bis zu 50.000 Individuen
  • Wildbiene leben fast alle solitär, das heißt alleine
  • Honigbienen haben einen Flugradius von bis zu 3km und finden daher leichter Nahrung
  • Wildbienen haben nur einen Flugradius von einigen hundert Meter, daher ist ihr Lebensraum begrenzt für die Nahrungssuche
  • Honigbienen sind bei der Nahrungssuche (Blumen = Nektar & Pollen) nicht sehr wählerisch
  • Wildbienen sind meist auf spezielle Futterpflanzen (z.b. Glockenblume) für ihre Ernährung und ihren Nestbau angewiesen, kommt diese Pflanze nicht mehr vor können sie aussterben
  • Honigbienen überwintern als Staat d.h. einige Tausend Bienen + Bienenkönigin
  • Wildbienen überwintern als Larve im Boden oder in ihren Nest z.b. alter Baumstamm etc..
  • Honigbienen bestäuben ab ca. 10° Celcius
  • Wildbienen bestäuben ab ca. 5° Celsius

Speziell letztgenannter Punkt macht Wildbienen zu den effektivsten Bestäubern in unserer Kulturlandschaft und sorgen dafür das in Kälteperioden im April und Mai unser Obst und Gemüse betäubt wird und sichern daher unserer Nahrungsversorgung!

Alleine aus diesem Umstand heraus müssen wir Wildbienen besser schützen!

Zusammengefassung

Wie ihr aus den Unterschieden erahnen könnt ist die Wildbiene weit stärker bedroht als die Honigbiene. Hauptgrund ist ihr eingeschrenkter Lebensraum, ihre Anpassung auf spezielle Futterpflanzen und vor allem hat sie keinen „Beschützer“ einen Imker der sich um sie kümmern kann, der ihr einen Lebensraum in Form geeigneter Nistplätze bietet!

IHR SEID GEFORDERT!

Ein paar einfach Tipps und ihr sorgt für den Erhalt unserer Artenvielfalt in unserem Ökosystem!

  • Lasst Totholz = morsches Holz liegen
  • Stellt Insektenhotels zur verfügung
  • Lasst ein wildes Eck im Garten stehen = ein Bereich im Garten der noch „WILD“ sein darf
  • Stellt geeignete Blühpfanzen zur verfügung z.b. in Form einer Artenreichen Blumenwiese
  • Viele weitere Tipps findet ihr hier:

    https://www.umweltberatung.at/verlockende-gaerten-fuer-wildbienen-und-hummeln

    ___________________________________________________

    Nun tauchen wir ein in die Welt der Wildbienen in unserem Land!

    Lebensraum der HolzbieneNistplatz der HolzbieneBruthöhle der Holzbiene

    Kennst du schon die größt Wildbiene Europas? Die Holzbiene!

    Die Holzbiene ist die größter der Wildbienen in Europa und erreicht die Größe von einer Hornisse. Sie ist aber nicht gefährlich und ernährt sich nur Blütenstaub vorwiegend der Glockenblume und von Nektar.

    Lebensraum der Holzbiene

    Wie ihr Name schon sagt benötigt die Holzbiene altes morsches Holz um ihre Bruthöhle in das Holz zu bohren um dort ihre Eier abzulegen. In der Bruthöhle wird Blütenpollen und Nektar eingelagert und ein Ei abgelegt. Über den Winter ernährt sich dann die Larve vom Pollen und Nektar und verpuppt sich schließlich um im kommenden Frühjahr als imposante Holzbiene in den Frühling starten!

    Ein Holzbienenweibchen beim sammeln von Pollen auf einer Glockenblume = Lieblingsfutter

    Nistplatz der Holzbiene

    Holzbieneweibchen beim bohren ihres Nestes in einem morsches Brennholzscheit

    Bruthöhle der Holzbiene

    Holzbiene und ihr Nest in einem morschen Brennholzscheit

    Groß ist zwar beindruckend, aber die kleinen Wildbienen sind zahlreicher und nicht weniger wichtig und schön anzusehen!

    Viel zahlreicher als die großen Verwandten der Wildbiene sind die unzähligen kleinen Wildbienen. Viele von ihnen leben nur ein paar Wochen im Jahr, entweder im Frühling oder im Sommer. Wenn du neugierig bist und Wildbienen entdecken möchtest dann musst du an sonnigen Tagen in Wieder, Magerwiesen oder Waldrändern unterwegs sein und einfach mit offenen Augen durch die Welt gehen!

    Wie schon erwähnt leben die meisten Wildbienen alleine. Sie graben sich entweder in Erdloch oder besiedeln einen vertrockneten Grashalm oder ein altes Stück Holz. Manche Wildbienen sind aber etwas geselliger und sie leben gerne in „Gemeinden“. Es hat zwar jeder sein eigenes Zuhause, aber die Gruppen sind eng beisammen.

    Es gibt dann auch noch die Gruppe der Wildbienen die es auf den Nistplatz anderer Wildbienen abgesehen haben. So genannte parasitäre Wildbienen. Diese Gruppe lässt eine andere Wildbienenart die Bruthöhle erstellen und die Vorräte anlegen und die parasitäre Wildbiene legt in einem Moment wo sie nicht beobachtet wird das Ei in die Bruthöhle. Der einfachste Weg im Leben, einfach die anderen die Arbeit erledigen lassen 😉 das kennen wir aber auch aus unseren Leben ab und zu, wie man sieht eine bewährte Überlebensstrategie.

    Ein Insektenhotel sollte in keinem Garten fehlen!

    Nun zu unserem Herzensthema! Lebensraum erhalten und dort wo er fehlt ihn künstlich oder natürlich schaffen in Form von Insektenhotels oder Maßnahmen wie z.b. Totholz liegen lassen.

    Wildbienenhotel selber basteln oder kaufen?!

    Ob du dein Insektenhotel kaufst oder eines selber bastelst macht eigentlich keinen Unterschied! Hauptsache ist das unsere Wildbienen durch deiner Unterstützung weiteren und neuen Lebensraum erhalten!

    Anleitung zum Basteln eines eigenen simplen Insektenhotels gesucht?

    👉 Beitrag Insektenhotel im Glas 👈

    Welche Insektenhotel wir zum kaufen empfehlen können?

    Uns überzeugen die Nistblöcke von Garten & Bienen. Sie bieten reichlich Platz und sind langlebig. Dieses Insektenhotel wird an einer geeigneten Stelle mit Ausrichtung nach Süden an einem sonnigen und trockenen Standort platziert. Idealerweise befindet sich in unmittelbarer Nähe auch eine Nahrungsquelle, dann klappt die Besiedelung noch schneller. Und solltet ihr nicht so lange warten wollen, dann bietet Garten & Bienen auch Kokons mit Wildbienenlarven der Roten Mauerbiene an, diese gebt ihr in die Löcher und bald darauf schlüpft die erste Generation der Wildbienen bei euch im Garten oder Balkon!

    © 2020 biohelp Garten & Bienen GmbH

    👉 Beitrag Insektenhotel im Glas 👈

    Mit einer Magerwiese sorgst du für Lebensraum!

    Wie du eine Blumenwiese anlegst erfährst du hier und Saatgut haben wir auch:

    👉 Beitrag Blumenwiese anlegen mit Saatgutkugeln 👈

    Wildbienen Lexikon „Bienen einfach Bestimmen“

    Dan des Bienenzentrums und dem Land Oberösterreich steht eine aktuelles E-Book zur verfügung mit zahlreichen Fotos und Wissen über Wildbienen. Darin findest du fast alle Wildbienen die bei uns heimisch sind!

    👉 LEXIKON DOWNLOADEN 👈

    Besucht doch mal die Seite des Bienenzentrums!

    https://www.bienenzentrum.at/

    Weiters bietet auch die Umweltberatung.at zahlreiche Flyer und Informationsmaterial gratis an!

    https://www.umweltberatung.at/verlockende-gaerten-fuer-wildbienen-und-hummeln

    Zeig uns deine Blumenwiese!

    Dann teile es bitte mit uns und wir teilen es mit unserer Community! 👇

    👉 TEILE DEINE BLUMENWIESE MIT UNS 👈

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